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Neue Düsseldorfer Tabelle zum 01.01.2023

Zum 01.01.2023 ändert sich die Düsseldorfer Tabelle nebst Leitlinien 

Zum 1. Januar diesen Jahres ändert sich wieder einmal die Düsseldorfer Tabelle nebst Leitlinien. Die Kinder getrennt lebender Eltern haben ab 2023 Anspruch auf mehr Unterhalt. Gemäß der „V. Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung vom 30.11.2022“ wird der Mindestunterhalt zum 01.01.2023 erneut steigen.

Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder gemäß § 1612a I BGB beträgt ab dem 01.01.2023 monatlich

– in der ersten Altersstufe (0-5 Jahre) 437 Euro abzüglich hälftigem Kindergeld von 125 Euro, also 312 Euro Zahlbetrag,

– in der zweiten Altersstufe (6-11 Jahre) 502 Euro abzüglich hälftigem Kindergeld von 125 Euro, also 377 Euro Zahlbetrag,

– in der dritten Altersstufe (12-18 Jahre) 588 Euro abzüglich hälftigem Kindergeld von 125 Euro, also 463 Euro Zahlbetrag.

Der „Tabellenbetrag“ (Seite 1 der Düsseldorfer Tabelle) ist noch um das Kindergeld zu bereinigen, welches den Eltern jeweils hälftig zusteht (125 Euro)  – bei minderjährigen Kindern. Der so errechnete „Zahlbetrag“ befindet sich auf der letzten Seite im Anhang der Düsseldorfer Tabelle bereits errechnet.

 

Änderung für volljährige Kinder

Auch die Bedarfssätze volljähriger Kinde sind zum 01.01.2023 gestiegen. Sie betragen in der ersten Einkommensgruppe nunmehr 628 Euro.

Für volljährige Kinder, die studieren und nicht bei ihren Eltern wohnen, wird der Bedarf minimal von ehemals 860 EUR auf nunmehr 930 Euro angehoben. Hierin enthalten sind bis 410 Euro für die Warmmiete.

 

Anrechnung des Kindergeldes

Auf den Bedarf des Kindes ist nach § 1612b BGB das Kindergeld anzurechnen. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte (125 Euro) und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang (250 Euro) auf den Barunterhaltsbedarf anzurechnen.

 

Auswirkungen auf die Unterhaltsbeträge höherer Einkommensgruppen

Durch die Erhöhung des Mindestunterhalts ab dem 01.01.2023 wurden die Bedarfssätze der weiteren Einkommensstufen in der zweiten bis fünften Einkommensgruppe um je 5 % und von der sechsten bis zehnten Einkommensgruppe um je 8 % des Mindestunterhalts angehoben.

Auch für volljährige Kinder werden die Bedarfssätze angehoben. Sie errechnen sich aus 125 % des Bedarfs der 2. Altersstufe und sind in der Tabelle ausgewiesen.